Veranstaltungen und Termine

Bollnow Lecture digital 20.02.2021 10-12 Uhr und 14-16 Uhr

1. Einheit 10-12 Uhr: "Der neue Anfang und das Problem der Verjüngung" aus: Krise und Neuer Anfang. Beiträge zur pädagogischen Anthropologie in der Reihe Anthropologie und Erziehung, Bd. 18, Heidelberg 1966, S. 34-47. Wir in gekürzter Form gelesen

2. Einheit 14-16 Uhr: "Die menschliche Bedeutung von Krise und Kritik"

Im Zusammenhang einer Auswahl seiner zu verschiedenen Anlässen entstandenen Vorträge und Aufsätze, die dann später in Buchform gebracht wurden, äußert sich Bollnow dahingehend, „daß von einer solchen neuen Mitte her Gedanken Gestalt gewinnen, die sich bis dahin nicht recht greifen lassen wollten.“

Der Titel dieses 1966 erschienen Buches lautet “Krise und neuer Anfang““ und ist jetzt wieder greifbar und aufgenommen in Band VIII der Studienausgabe im Verlag Königshausen & Neumann.

Tatsächlich erfassen die darin versammelten Beiträge zur pädagogischen Anthropologie nicht nur philosophisch „ihre Zeit“, sondern bekommen plötzlich – wiederum fast ein halbes Jahrhundert später – unter den gegenwärtigen Bedingungen und Gegebenheiten gesteigerte Aktualität.

Für unsere nächste Bollnow-Lecture werden wir aus diesem Band eine Textauswahl zugrunde legen.[1]
Wir erfüllen damit den an den Vorstand ergangenen Auftrag, der bei der letzten Tagung der Bollnow-Gesellschaft im März in Tübingen beschlossen worden ist. (Schon eine Woche später hätte die Tagung abgesagt werden müssen!)

Aus naheliegenden Gründen werden wir bei dieser Lecture das Format einer Videokonferenz wählen. Besonders für unsere Mitglieder und Interessierte in der Ferne und im Ausland könnte dies eine attraktive Möglichkeit bieten, auch über große Abstände hinweg in Austausch und ins Gespräch zu kommen – auf der Basis von Bollnows jetzt wieder neu zugänglich gewordenen Texten.

So gut es uns möglich ist, werden wir uns bemühen, Sie mit Hilfestellungen über die notwendige Ausrüstung und deren Gebrauch zu versorgen.
Lassen Sie sich also bitte keinesfalls aus falschem Respekt vor dieser neuen Technik von einer Anmeldung abhalten!

Ihre Anmeldung dazu erbitten wir bis zum 15.1.2021 per mail an vorstand@bollnow-gesellschaft.de.

Nach Ihrer Anmeldung werden wir Ihnen die ausgewählten Textauszüge benennen und nach Rücksprache mit dem Verlag zuschicken.

Otto Friedrich Bollnow und der Nationalsozialismus: Analyse und Kontext

Freitag, 6. März 2020
Philosophisches Seminar der Universität Tübingen, Alte Bursa, Raum X

  • 15:00 Uhr Vorstellung des Gutachtens: Otto Friedrich Bollnow in der NS-Zeit
    Dr. Paul Kahl, Erfurt
  • 16:30 Uhr Diskussion
    PD Dr. Leonore Bazinek, Université de Rouen
    Prof. Dr. Michael Großheim, Universität Rostock
    Dr. Paul Kahl, Erfurt
    Prof. Dr. Hans-Ulrich Lessing, Universität Bochum
    Prof. Dr. Hans-Martin Schweizer, Tübingen
  • 18:00 Uhr Pause
  • 19:00 Uhr Was heißt «Leben» in der Lebensphilosophie?
    Prof. Dr. Michael Großheim, Universität Rostock

Samstag, 7. März 2020
Philosophisches Seminar der Universität Tübingen, Alte Bursa, Raum X

  • 09:30 Uhr Aufrechter Gang, aufrechte Haltung.
    Versuch einer Analyse von Bollnows Umgang mit Sprache
    PD Dr. Leonore Bazinek, Université de Rouen
  • 10:45 Uhr «Nachkriegsuni». Tübinger Rückblenden
    Prof. Dr. Hermann Bausinger, Tübingen
  • 12:30 Uhr Ende der Tagung
  • 14:00 Uhr Mitgliederversammlung der Otto Friedrich Bollnow-Gesellschaft

Es ist unter anderem eine zentrale Aufgabe der Otto Friedrich Bollnow-Gesellschaft, sich über Bollnows Wirken und Denken auch in der Zeit des Nationalsozialismus Klarheit zu verschaffen. Das hierzu von der Gesellschaft in Auftrag gegebene Gutachten liegt nun vor. Auch Bollnows rückschauende Äußerungen der Nachkriegszeit sind in die Analyse einbezogen. Indem es die Berufslaufbahn Bollnows in der NS-Zeit umfassend darstellt, bietet es eine wichtige Grundlage, um Leben und Werk des Autors weiter kontextualisieren und einer historisch-systematischen Analyse zuführen zu können. Die Jahreskonferenz 2020 bietet den Rahmen für die Vorstellung des Gutachtens und für Diskussionen darüber, inwiefern etwa in Bollnows Denken und Sprache eine problematische Nähe für fragwürdige politische und weltanschauliche Motive angelegt ist. Die Tagung versucht, diese Aufklärungsarbeit – auch in vergleichenden Perspektiven – fortzusetzen und die Auseinandersetzung mit Bollnows vielschichtigem und reichem Werk zu vertiefen.

2. Bollnow-Lecture im Wielandgut Oßmannstedt 09.-10.03.2019 zu „Die Dankbarkeit mit einem Exkurs über die Anmut“

Samstag 9. März:
Ankunft ab 12 Uhr www.weimar-jena-akademie.de/bildungsstaette.
Mittagsimbiss
14-17 Uhr Bollnow lesen: ‚Die Dankbarkeit mit einem Exkurs über die Anmut‘
18 Uhr Gespräch und Einblicke in das Projekt Oßmannstedter Wielandausgabe. www.wieland-edition.uni-jena.de/ durch Dr. Peter-Henning Haischer (wissenschaftlicher Mitarbeiter Oßmannstedter Wielandausgabe)
Abendessen in Weimar

Sonntag 10. März
Ab 8 Uhr Frühstück
9 Uhr Besuch des Wielandmuseums: Frank Zöllner (wissenschaftlicher Mitarbeiter Oßmannstedter Wielandausgabe)
11 Uhr Fahrt nach Bad Blankenburg
12.30 Uhr Besuch des Friedrich-Fröbel-Museum. Führung und Vortrag der Museumsleitung Isabel Schamberger. https://froebel-museum.de/
14 Uhr Rückfahrt

Anmeldung: vorstand@bollnow-gesellschaft.de

1. Bollnow-Lecture „Die Verantwortung der Vernunft in einer friedlosen Welt“

Samstag, den 27.10.2018 von 10 bis 16 Uhr im Literaturhaus in Stuttgart

Wir freuen uns, eine Anregung der letzten Mitgliederversammlung aufgreifen zu können. Dort wurde vorgeschlagen, Bollnows Texte als literarisch-philosophische Schriften zu lesen und damit eine neue Weise der Auseinandersetzung anzubieten.
Wir nennen diese Veranstaltung 'Bollnow-Lecture' und laden Sie herzlich dazu ein.

Am Vormittag wollen wir uns mit einem Text Bollnows aus der Festschrift zu seinem 80. Geburtstag 1983 beschäftigen: „Die Verantwortung der Vernunft in einer friedlosen Welt“. Am Nachmittag werden wir uns dann der Fragestellung: „Die Erziehung zur Urteilsfähigkeit“ (aus „Maß und Vermessenheit des Menschen“) zuwenden. Den Teilnehmern werden diese Texte zugesandt.

Die Teilnehmerzahl wurde zunächst auf 20 Personen begrenzt, so dass Sie, wenn Sie Interesse haben, eine schnelle Anmeldung vornehmen sollten.

Ihre Anmeldung erbitten über den auf der Webseite angegebenen Kontakt.

Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen und den Texten Bollnows, deren Aktualität ungebrochen und im Gespräche zu halten heute notwendiger ist denn je zuvor.

Der Vorstand

Archiv der Tagungen

Tagung der Otto Friedrich Bollnow Gesellschaft e.V.

23. und 24. März 2018
«Nachbarliche Verhältnisse» – Philosophie, Verstehende Pädagogik, Literatur und Kunst. Zwischen allen Stühlen
Ort: Philosophisches Seminar der Universität Tübingen

Tagung der Otto Friedrich Bollnow Gesellschaft e.V.

18./19. März 2016
Das Verhältnis des Menschen zum Raum – Anthropologische Betrachtungen zum gelingenden Zusammenleben in Alltag und Erziehung
Ort: Universität Tübingen

Titelseite zur Tagung «Nachbarliche Verhältnisse» : Philosophie, Verstehende Pädagogik, Literatur und Kunst. Zwischen allen Stühlen
Titelseite zur Tagung «Nachbarliche Verhältnisse» : Philosophie, Verstehende Pädagogik, Literatur und Kunst. Zwischen allen Stühlen
Titelseite des Faltblatts zur Tagung „Das Verhältnis des Menschen zum Raum“
Titelseite des Faltblatts zur Tagung „Das Verhältnis des Menschen zum Raum“

Bollnow kennenlernen
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Die Anfänge

Anklam
Anklam

Otto Friedrich Bollnow wird 1903 in Stettin, dem heutigen Szczecin (Polen) geboren. Vater und Großvater sind Volks­schul­lehrer. Der junge Bollnow besucht das humanistische Gym­nasium in Anklam (Vorpommern). Als Student geht er zunächst nach Berlin, dann nach Greifswald und Göttingen. Sein wissenschaftlicher Werdegang führt über die theoretische Physik und Mathematik schließlich zur Philosophie und Pädagogik.